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Nach Bürgerentscheid – Was sich Timmendorfer wünschen

Gemeindeverwaltung Timmendorfer Strand, Anwohner setzen Hoffnung in einen Neuanfang / FOTO: maj/OH-Presse
In diesem Beitrag: Raue Art stand in der Kritik Hoffnung in Neubesetzung Die erste Abwahl in Timmendorfer Strand scheiterte Noch keine Kandidaten für den Posten des Bürgermeisters in Timmendorfer Strand
Timmendorfer Strand. „Ich hoffe, dass nun wieder etwas Ruhe einkehrt.“ Das wünscht sich Birgit Langbehn. Die Timmendorferin berichtet über die Vorwürfe gegen den nun ehemaligen Bürgermeister Robert Wagner. Ihre Kritik gilt vor allem seiner rauen Art gegenüber den Angestellten der Gemeindeverwaltung, sowie fragwürdigen Kündigungen.

Raue Art stand in der Kritik

Außerdem sei die Baugenehmigung für die Fisch-Kette Gosch in Niendorf auf viel Ablehnung gestoßen.

Hoffnung in Neubesetzung

Als Vorstandsmitglied des Hausfrauenvereines erhofft sich die 65-jährige jemanden, der etwas mehr für die Einwohner des Ortes tut. Gerne erinnert sie sich dabei an den verstorbenen Volker Popp (†61), welcher bis März 2012 als Bürgermeister tätig war. „Herr Popp hat viel für uns getan“, berichtet Langbehn. Ihr Sohn Bastian (38), der im Ort aufgewachsen ist, bemängelt, dass in den letzten Jahren mehr Politik für Leute gemacht wurde, deren Lebensmittelpunkt sich nicht in Timmendorfer Strand befindet. Ergänzend äußert er: „Es ist Zeit, dass diejenigen, die wirklich in Timmendorf leben, auch mal eine Lobby im Rathaus bekommen.“

Die erste Abwahl in Timmendorfer Strand scheiterte

Seit der Abwahl Wagners sind mittlerweile knapp drei Wochen vergangen. Der erste Versuch innerhalb der Gemeindeverwaltung ein solches Verfahren zu initiieren scheiterte im Sommer dieses Jahres. Daraufhin gelang es einer Bürgerinitiative mittels Unterschriftensammlung einen Bürgerentscheid zu erwirken. Mit 59,6 % der Stimmen entschieden sich die Wähler gegen den bisherigen Amtsinhaber.

Noch keine Kandidaten für den Posten des Bürgermeisters in Timmendorfer Strand

Nun kümmert sich Melanie Puschaddel-Freitag um die Angelegenheiten im Rathaus. Als 1. stellvertretende Bürgermeisterin hat sie bereits seit der Beurlaubung von Robert Wagner Ende August die Verantwortung an seiner Stelle übernommen. In der Öffentlichkeit tritt die selbstständige Mutter dreier Kinder deeskalierend und den Ortsangehörigen zugewandt auf. Ob sie eine Kandidatur für das Amt der Bürgermeisterin in Erwägung zieht, hat sie bisher nicht preisgegeben. Auch sonst gibt es so kurz nach der Abwahl noch keine offiziellen Kandidaten für den Posten.

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