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Webdienstleister Amazon

AWS sperrt nach Pegasus-Vorwürfen Konten von NSO

Nach Vorwürfen der Ausspähung von Oppositionellen und Journalisten mit Hilfe von Pegasus hat der Webdienstleister Amazon die Konten des israelischen Softwareherstellers NSO gesperrt. Sebastian Gollnow/dpa
Washington (dpa). Mit Hilfe der Pegasus-Software sollen in großem Stil Journalisten, Menschenrechtler und Oppositionelle ausgespäht worden sein. Der Webdienstleister Amazon macht nun die Konten des Herstellers NSO dicht.

Nach Vorwürfen der Ausspähung von Oppositionellen und Journalisten mit Hilfe von Pegasus hat der Webdienstleister Amazon die Konten des israelischen Softwareherstellers NSO gesperrt.

«Als wir von diesen Aktivitäten erfahren haben, haben wir schnell gehandelt, um die relevante Infrastruktur und Konten abzuschalten», erklärte ein Sprecher des Cloud-Dienstleisters Amazon Web Services (AWS) am Dienstag. Dies sei in Übereinstimmung mit den Nutzungsbedingungen geschehen, die Hacking-Aktivitäten ausschließen.

Einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge hatte NSO für die Software zuletzt die Cloud-Dienste des großen Anbieters AWS genutzt. Ein internationales Journalistenkonsortium hatte am Sonntag neue Vorwürfe gegen das israelische Unternehmen NSO veröffentlicht. Nach diesen sollen auf Smartphones von zahlreichen Journalisten, Menschenrechtlern und Oppositionellen Spuren von Angriffen mit der Pegasus-Software gefunden worden sein.

NSO hat die Vorwürfe am Sonntag zurückgewiesen. Pegasus werde «ausschließlich an Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste von geprüften Regierungen verkauft, mit dem alleinigen Ziel, durch Verhinderung von Verbrechen und Terrorakten Menschenleben zu retten», hieß es – wie auch bereits nach früheren ähnlichen Vorwürfen.

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