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Internet-Geschichte

Sotheby’s versteigert Berners-Lees Internet-Quellcode

Der NeXT-Computer, mit dem Sir Tim Berners-Lee das World Wide Web entworfen hat, ausgestellt im Science Museum in London. Philip Toscano/PA Wire/dpa
Tim Berners-Lee, Erfinder des World Wide Web, spricht auf dem Internet Governance Forum (IGF). Sven Braun/dpa
New York (dpa). Ohne diese Daten hätte es das World Wide Web in dieser Form nie gegeben. Nun kommt der originale Quellcode des Netzes von Tim Berners-Lee bei Sotheby's unter den Hammer.

Das US-Auktionshaus Sotheby’s will den Quellcode für das Internet versteigern.

Bei dem ersten digitalen Artefakt, das jemals von Sotheby’s versteigert wird, handele es sich um die Originaldateien von Sir Tim Berners-Lee von 1989 mit entsprechendem Zeitstempel und Unterschrift, wie Sotheby’s am Dienstag mitteilte.

Die Auktion finde vom 23. bis 30. Juni statt und starte bei einem Mindestgebot von 1000 Dollar.

Berners-Lee hatte am 12. März 1989 seinen Vorschlag für ein System für Informationsmanagement vorgelegt, aus dem das World Wide Web hervorging. Er arbeitete damals bei der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) in Genf. Heute gilt er als Erfinder des Internets.

Sotheby’s versteigert den Quellcode als sogenanntes NFT (non-fungible token). Das ist eine Art digitales Echtheitszertifikat: Es kann zwar beliebig viele identische Kopien des Gegenstands geben, aber nur diese eine kann als das Original gelten. NFT erleben gerade einen Boom: So wurde vor kurzem eine damit verknüpfte Kopie einer Collage des Digitalkünstlers Beeple für gut 69,3 Millionen Dollar versteigert.

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