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Brände in USA

USA: Paar nach Waldbrand wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Ein Bärenjunges klammert sich an einem Baum fest. Bryan Daniels/Bootleg Fire Incident Command/AP/dpa
Los Angeles (dpa). Sie wollten das Geschlecht ihres ungeborenen Kindes enthüllen, zündeten eine Rauchbombe und lösten damit einen tödlichen Waldbrand aus. Nun steht ein Ehepaar in den USA deswegen vor Gericht.

Ein Ehepaar in Kalifornien wird in Zusammenhang mit einem tödlichen Waldbrand wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht gestellt.

Dem Paar wird vorgeworfen, im vergangenen September durch Zünden einer Rauchbombe bei einer «gender reveal party» einen Brand ausgelöst zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft im Bezirk San Bernardino mit. Bei diesen Feiern verraten werdende Eltern, ob ihr Kind ein Mädchen oder ein Junge ist.

Bei den Löscharbeiten des schnell um sich greifenden Brandes war ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Das sogenannte El-Dorado-Feuer wütete auf einer Fläche von knapp 90 Quadratkilometern, trieb Tausende Anwohner in die Flucht und zerstörte mehrere Häuser. Die Behörden hatten zuvor gewarnt, dass angesichts von Hitze und Trockenheit extreme Waldbrandgefahr herrsche und fahrlässiger oder illegaler Umgang mit Feuer strafbar sei.

Das Ehepaar plädierte auf «nicht schuldig». Mitte September müssen die Angeklagten wieder vor Gericht erscheinen. Im Falle eines Schuldspruchs droht eine Gefängnisstrafe.

Kalifornien erlebte im vorigen Jahr die flächenmäßig verheerendste Waldbrandsaison seit Beginn der Aufzeichnungen. Mehr als 30 Menschen kamen ums Leben, über 10 000 Gebäude wurden beschädigt oder zerstört. Nach einem extrem regenarmen Winter haben die Waldbrände an der US-Westküste in diesem Jahr ungewöhnlich früh angefangen. In Kalifornien, Oregon, Washington und im westlichen Kanada brennt es derzeit an Dutzenden Stellen.

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