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Kiels Pokal-Helden hoffen auf Segel-Star Boris Herrmann

Kiels Simon Lorenz (l) und Darmstadts Felix Platte im Zweikampf um den Ball. Foto: Christian Charisius/dpa
In diesem Beitrag: Weltumsegler Hermann zieht das Viertelfinallos Entscheidung wieder im Elfmeterschießen Darmstadts Trainer bitter enttäuscht Zurück zum Liga-Alltag
Kiel (dpa/lno). Deutschlands neue Segel-Held Boris Herrmann lost am Sonntag die Viertelfinal-Begegnungen aus. Holstein ist erstmals seit neun Jahren wieder dabei. Simon Lorenz und Ioannis Gelios sind im Elfmeterschießen gegen Darmstadt die entscheidenden Spieler.

Nach dem Pokal-Krimi im Achtelfinale des DFB-Pokals hoffen die Zweitliga-Fußballer von Holstein Kiel jetzt auch auf die Unterstützung von Boris Herrmann. Der neue deutsche Segel-Held lost am Sonntag die Begegnungen des Viertelfinals aus, das die «Störche» durch das 7:6 (1:1, 0:0) im Elfmeterschießen am Dienstag gegen Darmstadt 98 erstmals seit 2012 wieder erreicht haben.

Weltumsegler Hermann zieht das Viertelfinallos

Unter Druck wollte Ole Werner den fünftplatzierten der Vendée Globe, dessen seglerisches Husarenstück der Holstein-Coach verfolgt hat, aber nicht setzen: «Jedes Los ist für uns gut. Das Erreichen des Viertelfinals ist für Holstein Kiel außergewöhnlich.»

Entscheidung wieder im Elfmeterschießen

Dass es für den Einzug unter die acht besten Pokal-Teams reichte, war nach der Kieler Führung durch Janni Serra (58.) und dem späten Darmstädter Ausgleich durch Serdar Dursun auch der Nervenstärke der Kieler vom Elfmeterpunkt geschuldet. Mit dem 18. Strafstoß sorgte Innenverteidiger Simon Lorenz für die Entscheidung. «Der Wahnsinn geht weiter», jubelte Mittelfeldmann Fin Bartels, der 20 Tage zuvor den entscheidenden Elfer gegen Bayern München verwandelt hatte.

Darmstadts Trainer bitter enttäuscht

Ein weiterer Held des Abends war Kiels Keeper Ioannis Gelions, der beim Ausgleich noch gepatzt hatte, dann aber gegen Marvin Mehlem und Mathias Honsak parierte. Darmstadts Trainer Markus Anfang war bitter enttäuscht: «Mir wäre es lieber gewesen, Kiel steigt in die Bundesliga auf, und wir kommen im Pokal weiter», sagte der 46-Jährige, der die «Störche» 2017 zurück in die 2. Bundesliga geführt hatte.

Zurück zum Liga-Alltag

Sein Kollege Werner hingegen richtete den Blick schon kurz nach dem Pokal wieder auf den Liga-Alltag: «Wir genießen den Abend und richten uns dann auf Düsseldorf aus.» Am Montag (20.30 Uhr) geht es für die Kieler bei der Fortuna wieder um wichtige Punkte im Aufstiegskampf.

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