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Babyleiche gefunden. – Massen-DNA-Test in Lübeck

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Schüler finden Babyleiche im Park

Am 22 März 2019 wurde im Gellhornpark in Glinde eine Babyleiche gefunden. Schüler machten damals im Park die schreckliche Entdeckung.

Plakate sollten Aufschluss über die Identität geben

Knapp eine Woche nach dem Fund wandten sich die Ermittler mit einer Plakataktion an die Bevölkerung. Es sollten Hinweise auf eine Frau gefunden werden, die im Laufe der letzten Monate körperliche Veränderungen oder Beschwerden aufwies, die auf eine Schwangerschaft oder/und Geburt hindeuten, und die nun kein Baby hat.

Ein blaues Handtuch wurde zusammen mit der Babyleiche in Glinde gefunden. Foto: Polizei

Es sollte die mögliche Mutter des Babys ermittelt werden

„Bei den körperlichen Veränderungen kann es sich um erhebliche Gewichtszu- oder -abnahme handeln, aber auch Vermeidung von Sport und anderen körperlich anstrengenden Aktivitäten. Es ist auch möglich, dass die Frau in einer Partnerschaft lebt und bereits Kinder hat.“ hieß es damals auf den Plakaten, welche in zahlreichen öffentlichen Gebäuden aber auch Firmen und Geschäften ausgehängt wurden.

Die Ermittler hielten es für möglich, dass die Mutter aus einer Notsituation heraus gehandelt hat und Hilfe benötigt. Es ist auch möglich, dass die Frau in einer Partnerschaft lebt und bereits Kinder hat.

Ermittler geben dem Baby einen Namen, es wird in Glinde bestattet

Das am 22. März 2019 im Gellhornpark in Glinde aufgefundene tote Baby, dem die Ermittler den Namen Leander gegeben haben, ist am 10. April auf dem Städtischen Friedhof in Glinde bestattet worden.

Grabstätte Leander. Polizei: Bild freigegeben

Anonyme Spende ermöglicht Beisetzung der Babyleiche

Die Grabstätte und die Beisetzung wurden durch eine anonyme Spende finanziert, um dem Kind eine angemessene Ruhestätte zu geben und einen Ort zu schaffen, an dem Abschied genommen und Leander gedacht werden kann.

DNA-Reihenuntersuchung versucht werden, die Identität des Kindes zu klären.

Da die Herkunft der Babyleiche trotz umfassender Ermittlungen nicht geklärt werden konnte, soll nun eine DNA-Reihenuntersuchung versucht werden.

Über 500 Personen sind zu DNA-Test aufgerufen

Es sind daher circa 530 Frauen und Mädchen im Alter zwischen 13 und 48 Jahren aus dem geographischen Nahbereich um den Gellhornpark von der Polizei angeschrieben und aufgefordert worden, sich durch die freiwillige Abgabe einer Speichelprobe an der DNA-Reihenuntersuchung zu beteiligen.

Es kann zwischen 2 Terminen gewählt werden

Hierfür werden zwei Termine angeboten (21. Februar von 15.00 bis 20.00 Uhr und 22. Februar von 10.00 bis 18.00 Uhr, jeweils im Schulzentrum Glinde im Oher Weg).

Die Polizei hofft auf rege Teilnahme an der Reihenuntersuchung, um in den Ermittlungen zu dem aufgefundenen Säugling weiter zu kommen.

Telefonische Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Lübeck weiterhin unter 0451-131- 4604 entgegen.

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