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Dienstag, April 7, 2020
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Verdächtiger Briefumschlag bei der Staatsanwaltschaft Lübeck: Die Fakten

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Am Mittwoch den 22. Januar 2020 gab es einen Großeinsatz bei der Staatsanwaltschaft in Lübeck. In einem Newsticker haben wir darüber berichtet.

Die Polizei und die Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot in Lübeck vor Ort und sperrten den Bereich rund um die Staatsanwaltschaft ab. Das Gebäude der Lübecker Staatsanwaltschaft wurde im Erdgeschoss teilweise geräumt.

Spezialeinheiten in Lübeck vor Ort

Spezialeinheiten der Feuerwehr, des Kampfmittelräumdienst aus Kiel und eine spezielle Analytische Task Force aus Hamburg waren vor Ort. Die Spezialisten sind für besondere Einsätze mit gefährlichen radioaktiven, biologischen und chemischen Stoffen ausgerüstet.

Was ist in Lübeck bei der Staatsanwaltschaft passiert?

Einem Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft war beim Öffnen der Tagespost eine Briefsendung verdächtig vorgekommen. Diese war an die Staatsanwaltschaft adressiert, wies aber im Adressfeld zusätzlich eine weitere Anschrift auf.

Was war in dem Briefumschlag?

Der Inhalt der Postsendung bestand aus mehreren Umverpackungen, teilweise auf kleinstes Format gefaltet, in denen ein runder Gegenstand und Schnüre zu ertasten waren. Aufgrund dieser Verdachtslage hat die Staatsanwaltschaft die Polizei informiert, die daraufhin das Erforderliche veranlasste.

Durch die Einsatzkräfte wurde entschieden, aus Sicherheitsgründen den Kampfmittelräumdienst und die auf chemische Stoffe spezialisierte Analytische Taskforce der Feuerwehr hinzuzuziehen.

Kein Pulver im Briefumschlag

Verschiedene Medien hatten aufgrund von Aussagen vor Ort zunächst berichtet, dass sich ein Pulver in dem Umschlag befinden sollte. Entgegen dieser Mitteilungen erklärte die Oberstaatsanwaältin Dr. Ulla Hingst im Nachgang des Einsatzes, dass sich in dem Umschlag kein Pulver oder eine pulvrige Substanz befand.

Spezialkräfte untersuchen den Umschlag an die Staatsanwaltschaft Lübeck

Die Untersuchung der Briefsendung durch die Spezialkräfte hat ergeben, dass tatsächlich keine Gefahr von dieser ausgegangen ist.

Brief in unbekannter Schrift geschrieben

Die Herkunft der Briefsendung muss noch geklärt werden. Es befand sich darin unter anderem ein Schriftstück in derzeit noch unbekannter Schrift. Zum weiteren Inhalt des Briefes werden zurzeit keine Angaben gemacht.

Es wird eine mögliche Straftat geprüft

Inwieweit sich aus diesem Sachverhalt ein Anfangsverdacht wegen einer Störung des öffentlichen Friedens durch das Vortäuschen einer Straftat gem. § 126 Absatz 2 Strafgesetzbuch ergibt, wird derzeit durch die Staatsanwaltschaft geprüft

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