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Diese neuen Regeln gelten

Neue Regeln beim Verbrennen pflanzlicher Abfälle

Eutin. Der Fachdienst Natur und Umwelt des Kreises Ostholstein weist auf geänderte rechtliche Regelungen zum Verbrennen pflanzlicher Abfälle hin.

Die neue Pflanzenabfallverordnung des Landes Schleswig-Holstein l√§sst das Verbrennen von pflanzlichen Abf√§llen innerhalb zusammenh√§ngend bebauter Ortsteile nicht mehr zu. Pflanzliche Abf√§lle, wie sie z.B. in Hausg√§rten anfallen, m√ľssen vollst√§ndig verwertet werden. Eine Verwertung im eigenen Garten ist durch Kompostierung oder durch Schreddern zu Mulchmaterial m√∂glich. Alternativ k√∂nnen die Pflanzenabf√§lle √ľber die Biotonne entsorgt oder direkt bei den Recyclingh√∂fen des Zweckverbandes Ostholstein (ZVO) angeliefert werden.

Ausnahmen in Ostholstein nur im Einzelfall

Nur im Einzelfall und unter bestimmten Bedingungen d√ľrfen im sog. Au√üenbereich Pflanzenabf√§lle auf dem eigenen Grundst√ľck verbrannt werden. Dazu ist eine vorherige Anzeige bei der unteren Abfallbeh√∂rde im Fachdienst Natur und Umwelt des Kreises Ostholstein erforderlich. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Kreises Ostholstein (www.kreis-oh.de) unter dem Stichwort ‚ÄěGartenabf√§lle‚Äú.

Hintergrund f√ľr die neuen Regeln in Ostholstein

Pflanzliche Abf√§lle d√ľrfen grunds√§tzlich nur in Entsorgungsanlagen verbrannt werden. Die Grundlage hierf√ľr ist das im Jahr 2012 erlassene Kreislaufwirtschaftsgesetz, nach dem die Verwertung von Abf√§llen Vorrang hat und eine Beseitigung in Form von Verbrennen nicht mehr zeitgem√§√ü ist.

Bisher war das Verbrennen pflanzlicher Abfälle in Schleswig-Holstein auf Grundlage der seit dem 1. Juni 1990 geltenden Verordnung fast ohne ordnungsrechtliche Einschränkungen zulässig.
K√ľnftig ist das Verbrennen von pflanzlichen Abf√§llen in zusammenh√§ngend bebauten Ortsteilen (im sogenannten Innenbereich gem√§√ü ¬ß 34 Baugesetzbuch) grunds√§tzlich nicht mehr erlaubt.

Gr√ľnde f√ľr die Einschr√§nkungen beim Verbrennen von pflanzlichen Abf√§llen

  • beim Verbrennen entstehen St√§ube, Rauch und Ger√ľche, die zu Bel√§stigungen f√ľhren,
  • das Verbrennen setzt Kohlendioxid frei, ohne dass der Energiegehalt der pflanzlichen Abf√§lle genutzt wird,
  • die in den pflanzlichen Abf√§llen enthaltenen N√§hr- und Spurenstoffe sowie die humusbildenden Eigenschaften werden nicht genutzt, sondern zerst√∂rt.

Verbrennen nur in bestimmten Gebieten erlaubt

Die f√ľr das Land Schleswig-Holstein geltende Landesverordnung √ľber die Entsorgung von pflanzlichen Abf√§llen au√üerhalb von Abfallentsorgungsanlagen (Pflanzenabfallverordnung) gestattet seit dem 11.06.2021 die Verbrennung von pflanzlichen Abf√§llen auf dem eigenen Grundst√ľck. Dabei ist darauf zu achten, dass dies lediglich in nicht zusammenh√§ngend bebauten Gebieten (im sogenannten Au√üenbereich gem√§√ü ¬ß 35 Baugesetzbuch) erlaubt ist, wenn es keine zumutbaren Alternativen zum Verbrennen gibt.

Es gelten folgende Voraussetzungen

  • die Pflanzen sind mit bestimmten Schadorganismen gem√§√ü der Anlage zur Pflanzenabfallverordnung befallen,
  • im Rahmen von Knickpflegema√ünahmen gem√§√ü ¬ß 21 Abs. 4 Landesnaturschutzgesetz, sofern der Stammdurchmesser < 30 cm liegt,
  • im Erwerbsgartenbau, sofern der Stammdurchmesser < 30 cm liegt,
  • im Einzelfall ist eine Verwertung der pflanzlichen Abf√§lle bzw. √úberlassung an den √∂ffentlich-rechtlichen Entsorgungstr√§ger nachweislich nicht m√∂glich und dieses der unteren Abfallentsorgungsbeh√∂rde mindestens 5 Tage vor dem Verbrennen angezeigt wird und
  • die pflanzlichen Abf√§lle sind auf dem eigenen Grundst√ľck angefallen und durch das Verbrennen keine Beeintr√§chtigung des Wohls der Allgemeinheit zu besorgen ist.

Bestimmte Feuer bleiben erlaubt

Brauchtumsfeuer wie Biikebrennen, Osterfeuer oder das private Lagerfeuer unter Beachtung des Natur- und Artenschutzes bleiben erlaubt. Weitere Ausnahmen gelten im gewerblichen Bereich der Baumschulen, des Gartenbaus und der Landschaftspflege. In diesen F√§llen ist keine Anzeigepflicht gegeben. (Quelle: Land SH/Stadt Neum√ľnster)

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