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Trägerwechsel bei den Sana Kliniken in Ostholstein

Die Inselklinik auf Fehmarn. / Foto: Sana Klinik
In diesem Beitrag: Kreis bleibt Gesellschafter – Genehmigung steht noch aus „Situation für die Mitarbeiterinnen herausfordernd“ Neue Konzepte müssen forciert werden “stationäre Versorgung weiterentwickeln“
Ostholstein. Ein erster Übernahmeversuch war gescheitert: Die Schweizer AMEOS-Gruppe übernehmen die Sana-Kliniken im Kreis zum Jahreswechsel.

Die Schweizer AMEOS Gruppe übernimmt zum Jahreswechsel 2021/22 die Sana Kliniken Ostholstein GmbH, wie die Unternehmen am heutigen Mittwoch bekannt gaben. „Die Sana Kliniken AG wird sich aus der stationären Versorgung in der Region zurückziehen“, heißt es in der Pressemitteilung vom Nachmittag.

Kreis bleibt Gesellschafter – Genehmigung steht noch aus

Minderheitsgesellschafter bleibt der Kreis Ostholstein mit 5,2 Prozent der Anteile. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Bundeskartellamtes. Der Trägerwechsel an AMEOS sollte bereits 2018 vollzogen werden. Damals jedoch meldete das Bundeskartellamt noch Bedenken an, weswegen der beschlossene Trägerwechsel nicht vollzogen werden konnte. Inzwischen sind diese Bedenken ausgeräumt, weswegen sich Sana und AMEOS entschlossen haben, den Vertrag nun zu vollziehen.

Noch im Juni wurde die Sana Klinik in Oldenburg von der Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin zertifiziert. Im Bild: Dr. med. Iris Koper, Chefärztin der Abteilung für Pneumologie an der Sana Klinik Oldenburg. / Foto: Sana/hfr

„Situation für die Mitarbeiterinnen herausfordernd“

„Die Situation in den vergangenen drei Jahren war – vor allem natürlich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort – sehr herausfordernd. An den Überlegungen, die bereits 2018 zur Veräußerungsentscheidung geführt haben, hat sich nichts geändert. Wir sind nach wie vor der Überzeugung, dass AMEOS der richtige Partner für die Weiterentwicklung der stationären Versorgung im Kreis Ostholstein für die Häuser in Eutin, Oldenburg, Fehmarn und Middelburg ist“, zeigt sich Thomas Lemke, Vorsitzender des Vorstandes der Sana Kliniken AG, überzeugt. „Dadurch sind die Kliniken in eine bestehende Versorgungsstruktur in der Region eingebettet. So kann das medizinische Angebot für die Region nicht nur aufrechterhalten, sondern sogar ergänzt werden. Dass dies nun realisiert werden kann, ist eine gute Entwicklung und zeigt zudem, dass alle involvierten Partner mit der nötigen Umsicht agiert haben.“

Neue Konzepte müssen forciert werden

Mit dem nun vollzogenen Schritt stoßen Sana und AMEOS eine Neuordnung der medizinischen Versorgungslandschaft in Ostholstein an. Die immer enger gefassten regulatorischen Vorgaben zum Betrieb von Krankenhäusern forcieren den Trend, neue Konzepte für die Versorgung von Patienten umzusetzen.

“stationäre Versorgung weiterentwickeln“

Dr. Axel Paeger, Vorsitzender des Vorstandes der AMEOS Gruppe, dazu: „Die neuen Standorte ergänzen und erweitern unser Gesundheitsnetzwerk in der Region Ostholstein zur bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung. Wir freuen uns darauf, die stationäre Versorgung in Ostholstein gemeinsam mit den neuen Kolleginnen und Kollegen in Eutin, Middelburg, Oldenburg und Fehmarn weiterzuentwickeln.“

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