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1. Spieltag 2. Liga

Holpriger Start für Absteiger – «So ist die zweite Liga»

Werders Felix Agu (r) kommt vor Hannovers Marvin Ducksch an den Ball. Carmen Jaspersen/dpa
St. Paulis Spieler (hinten) feiern den Treffer zum 2:0 gegen die Gäste aus Kiel. Axel Heimken/dpa
Pascal Testroet (l) vom SV Sandhausen kann sich gegen Fortuna-Spieler Matthias Zimmermann durchsetzen. Uwe Anspach/dpa
Aues Torwart Martin Männel (r) pariert einen Schuss vom Nürnberger Erik Shuranov (M). Timm Schamberger/dpa
Dynamo-Profi Christoph Daferner traf gegen Ingolstadt doppelt. Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Der Karlsruher SC um Robin Bormuth (l.) und Christoph Kobald gewann in Rostock. Danny Gohlke/dpa
Jahn Regensburg setzte sich souverän in Darmstadt durch. Uwe Anspach/dpa
Norman Theuerkauf (l) vom 1. FC Heidenheim im Kopfballduell mit Jannis Heuer. Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Düsseldorf (dpa). Auf Schalke gab's trotz Niederlage Applaus für den Neustart, in Bremen wartet noch viel Arbeit in der neuen Liga. Aufsteiger Dresden feierte einen perfekten Einstand.

Der Start in die Fußball-Zweitklassigkeit hat den Bundesligaabsteigern gleich die Realität vor Augen geführt. Mit den erhofften Auftaktsiegen wurde es sowohl für den FC Schalke 04 als auch für Werder Bremen nichts.

«So ist die zweite Liga. Daran müssen wir uns leider gewöhnen», sagte der neuen Werder-Coach Markus Anfang nach dem 1:1 im Nordderby gegen Hannover 96.

Die Schalker mussten trotz engagierter Leistung sogar eine 1:3-Niederlage im Top-Spiel gegen den Hamburger SV hinnehmen. Der Unterschied: Die Revier-Elf wurde nach der Niederlage mit zwei späten Gegentoren von den Fans gefeiert, die Bremer wurden ausgepfiffen. «Wir können auch von Glück reden, dass Hannover uns nicht gekillt hat am Ende», sagte Werder-Kapitän Ömer Toprak nach einer enttäuschenden Leistung der Gastgeber.

Die Schalker, die durch Simon Teroddes Führungstreffer (7. Minute) perfekt in die Partie gestartet waren, mussten sich am Ende einer Mannschaft geschlagen geben, die mit ihrem neuen Trainer Tim Walter cleverer und strukturierter auftrat. Doch der Umbruch mit jungen Nachwuchsspielern und einer komplett neu ausgerichteten Offensive ist bei Schalke immerhin eingeleitet, auch wenn sich im Kader noch einige Veränderungen ergeben werden.

«Es ist klar, dass wir noch was machen müssen», sagte Trainer Dimitrios Grammozis. Nach Robert Glatzels Ausgleich (53.) sorgten Moritz Heyer (86.) und Bakery Jatta (90.) für den nicht unverdienten Sieg des HSV. Schalkes Sportvorstand Peter Knäbel bestätigt am Sonntag bei Sport1: «Wir haben noch viel zu tun, aber wir werden an unseren Ambitionen nichts ändern.»

Die Bremer hingegen müssen den Umbruch erst noch einleiten. Der Abstiegsfrust der Mannschaft ist noch nicht abgeschüttelt. Wie der Kader nach dem 31. August aussehen wird, ist noch völlig unklar. Die von finanziellen Sorgen geplagten Bremer benötigen Erlöse aus Transfers, müssen aber auch ein funktionierendes Team präsentieren, um sofort wieder in die Bundesliga aufzusteigen. Ein Eigentor von Simon Falette (49.) spielte Werder noch in die Karten, doch die gut eingestellten Niedersachsen kamen durch einen sehenswerten Treffer von Marvin Ducksch (55.) zum verdienten Ausgleich. «Wir haben eine schwere Zeit hinter uns. Da kann nicht direkt alles funktionieren», befand Bremens neuer Trainer Anfang.

Die beiden ehemaligen Bundesligisten FC St. Pauli und Fortuna Düsseldorf starteten am Sonntag mit klaren Siegen in die Saison. Die Kiez-Kicker gewannen durch die Treffer von Leart Paqarada (11.), Daniel Kofi-Kyereh (62.) und Guido Burgstaller (90.+1) mit 3:0 gegen Holstein Kiel. Die Düsseldorfer setzten sich durch zwei Treffer von Mittelstürmer Rouwen Hennings (56./62./Foulelfmeter) mit 2:0 beim SV Sandhausen durch. Der 1. FC Nürnberg und FC Erzgebirge Aue trennten sich 0:0.

Unterschiedlich präsentierten sich die Aufsteiger in der neuen Liga. Dynamo Dresden feierte unter Erfolgstrainer Alexander Schmidt einen 3:0-Erfolg gegen Mitaufsteiger FC Ingolstadt, zu dem Torjäger Christoph Daferner zwei Treffer beisteuern und einen vorbereiten konnte.

Auch Hansa Rostock musste nach neunjähriger Zweitligaabstinenz gleich eine 1:3-Niederlage gegen den Karlsruher SC hinnehmen. «Wir haben Lehrgeld gezahlt. Ich hoffe, es kommt nicht mehr so viel dazu», sagte Trainer Jens Härtel.

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