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Eintracht Frankfurts Zukunft

Königsklasse, Bobic, Rangnick: Eintrachts turbulente Monate

Will vor dem Wechsel nach Gladbach noch mit Eintracht Frankfurt die Champions League erreichen: Trainer Adi Hütter. Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Frankfurt/Main (dpa). Der sportliche Höhenflug und das drohende Vakuum in der Führung passen bei Eintracht Frankfurt gerade nicht zusammen. Plötzlich kommt der Name Ralf Rangnick ins Spiel. Auch der auftrumpfende Kader dürfte im Sommer Begehrlichkeiten wecken.

Adi Hütter ist bald weg in Richtung Gladbach, doch vorher will der Chefcoach aus Österreich noch den erstmaligen Champions-League-Einzug mit Eintracht Frankfurt schaffen. Die Hessen stehen – sportlich und in der Führung – vor extrem spannenden Monaten.

Wenn im September womöglich Real Madrid und Manchester City zu Gast sind, könnte der Verein ein ganz anderes Gesicht haben als im derzeit so erfolgreichen Frühjahr.

DER FALL BOBIC: Fredi Bobic will im Sommer weg, das hat er vor einiger Zeit unmissverständlich erklärt. Der Eintracht-Aufsichtsrat will den früheren Torjäger nur gehen lassen, wenn es finanziell eine Gegenleistung gibt, schließlich ist Bobic bis 2023 an die Eintracht gebunden. In seinen Statements spricht der Funktionär nur noch von der Gegenwart und dem großen Ziel Champions League. Dass er im September in Frankfurts WM-Arena selbst die Königsklassen-Hymne hört, ist unwahrscheinlich. Er wird mit Hertha BSC in Verbindung gebracht.

RANGNICK ALS OPTION: Joker Ralf Rangnick? Der 62-Jährige könnte bei der Eintracht Trainer und Sportvorstand werden und aus der Position heraus selbst einen neuen Übungsleiter suchen. Der Traditionsclub kommentierte diese Berichte des TV-Senders Sky zunächst nicht. Rangnicks Medienbeauftragter sagte der Deutschen Presse-Agentur, es habe noch keine Kontaktaufnahme gegeben. Der «Bild» zufolge ist für Donnerstag ein erstes Gespräch zwischen Rangnick und Frankfurts Aufsichtsratschef Philip Holzer geplant. Der ehemalige Trainer von RB Leipzig wurde zuletzt auch bei Gladbach und Schalke sowie als Nachfolger von Joachim Löw als Bundestrainer gehandelt. Der Hessische Rundfunk will erfahren haben, dass Rangnick nicht der Top-Kandidat der Frankfurter ist.

ENDSPURT UM DIE KÖNIGSKLASSE: Abseits aller Turbulenzen muss sich Hütters Mannschaft auf die Bundesliga konzentrieren. Das Ziel Champions League ist ganz nah, mit einem Sieben-Punkte-Polster auf Dortmund soll im Schlussspurt nichts mehr schiefgehen. Bei den jüngsten zwei Siegen über den BVB (2:1) und Wolfsburg (4:3) machte Frankfurt einen extrem gefestigten Eindruck.

BEGEHRTE STARS: Die Klärung der Führungsfrage ist für die Hessen auch wichtig, weil die Stars im Sommer extrem begehrt sein werden. André Silva hat 23 Saisontore erzielt und macht sich damit für die internationale Elite interessant. Bleibt Filip Kostic? Kann Luka Jovic über die Leihe hinaus am Main gehalten werden? All diese Fragen gilt es schnell zu klären. Der Einzug in die Champions League wäre hierfür ein starkes Argument. Doch auch die zentralen Posten Trainer, Vorstand und Sportdirektor (auch Bruno Hübner geht zum Saisonende) sollten zügig besetzt werden.

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