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Scheuer: Industrie muss Lieferketten für E-Mobilität sichern

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Markus Scholz/dpa
Hamburg (dpa). Auf dem Weg zu mehr Elektromobilität appelliert Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) an die Autoindustrie, die Fertigung möglichst vieler Komponenten in die heimische Fertigung zu holen.

Auf dem Weg zu mehr Elektromobilität appelliert Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) an die Autoindustrie, die Fertigung möglichst vieler Komponenten in die heimische Fertigung zu holen. Es wäre die falsche Botschaft an die Autofahrer, Prämien für den Kauf von E-Fahrzeugen auszuloben, «die Endverbraucher aber dann ein Dreivierteljahr auf das Produkt warten müssen, weil verschiedene Teile nicht lieferbar sind», sagte Scheuer am Mittwoch in Hamburg. «Beim Umbau der Mobilität brauchen wir die Verfügbarkeit der Produkte.»

In der Autoindustrie kommt es derzeit immer wieder zu Produktionsstopps und Schichtausfällen, weil Halbleiter fehlen. Wichtige Lieferanten sitzen in Asien. Scheuer sagte: «Ich hoffe, dass nicht nur der globale Blick eines Herstellers das Entscheidende ist, sondern auch das, was an Komponenten unbedingt in Deutschland verbleiben muss, um auch in Deutschland die Lieferketten zu halten».

Die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, wies darauf hin, dass der Mangel an Halbleitern nicht nur die deutsche Automobilindustrie, sondern alle Industrien weltweit betreffe. «Entscheidend wird sein, dass wir den steigenden Bedarf an Halbleitern auch mit einer leistungsstarken europäischen Halbleiterindustrie adressieren.» Daher begrüße der VDA die europäischen Förderprojekte und die derzeit in Deutschland laufenden Diskussionen zum Aufbau einer Halbleiterproduktion in Europa und Deutschland.

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